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Windows auf Mac installieren – so geht’s

Immer wieder berichten wir von Windows – und das hat einen guten Grund: Es ist wesentlich verbreiteter und bekannter als macOS. Und es hat einen entschiedenen Vorteil: Games und Programme. Denn: Einige Programme und Spiele laufen einfach nicht auf einem Mac. Es sei denn, du würdest Windows auf einem Mac installieren. Und genau das machen wir heute.

Du entscheidest, wie du Windows auf dem Mac installieren willst

Ohne große Umschweife, steigen wir auch direkt ein. Vorab solltest du jedoch eine Entscheidung treffen:

  • Windows auf einer eigenen Partition installieren
  • Mithilfe einer virtuellen Maschine Windows 10 emulieren.

Natürlich trifft man eine solche Entscheidung nicht einfach aus dem Bauch heraus. Und wir können auch nur sagen: Wofür du dich entscheiden solltest, hängt ganz davon ab, was du machen möchtest.

Auf dem Mac Windows installieren – darauf musst du achten

Bevor wir ins Detail gehen: Grundsätzlich unterscheiden sich die Installationsarten wie folgt:

Nutzt du Apples Boot Camp, kannst du Windows auf einer eigenen Partition installieren. Bis auf einen Windows 10-Produkt-Key benötigst du nichts weiter. Beim Start deines Macs kannst du dich dann entscheiden, ob du macOS oder Windows 10 starten möchtest.

Möchtest du Windows 10 auf einer virtuellen Maschine installieren, kannst du dir die Nutzung des Microsoft-Betriebssystems wie eine Art App vorstellen. Der größte Vorteil ist also, dass du ganz normal unter macOS arbeiten kannst und du dann so gesehen Windows nur bei Bedarf zuschalten musst. Das wohl beliebteste Programm dafür nennt sich Parallels Desktop 15.

Boot Camp vs. Parallels – was ist für wen geeignet?

Um das alles ein wenig übersichtlicher zu gestalten, haben wir uns an einer Tabelle versucht, die die Unterschiede zwischen einer Installation via Boot Camp und einem Emulieren von Windows 10 mittels der Software Parallels, einer virtuellen Maschine für Mac, verdeutlichen soll.

  Boot Camp Parallels
Leistung Gesamtleistung des Macs kann genutzt werden. Da Windows emuliert wird, steht nur ein Teil der Leistung zur Verfügung.
Schnelligkeit Windows 10 läuft hier schneller – allerdings muss man zum Starten das Betriebssystem wechseln. Eine Emulation verbraucht immer auch Ressourcen, daher ist das System dann langsamer. Der Start ist jedoch wesentlich fixer, da es als App ausgeführt wird.
Komfort Die Lösung ist weniger komfortabel, allerdings ist die Bedienung beider Betriebssysteme wie gewohnt. Ein Klick auf die App und schon startet Windows – das ist bequem. Mit Parallels kannst du zudem Programme, die du in Windows 10 ausführen möchtest, zum macOS-Dock hinzufügen.
Möglichkeiten Betriebssysteme Nur die neueste Windows-Version kann installiert werden. Windows XP bis 10 aber auch Linux und sogar Google Chrome können genutzt werden.
Bedienung Man bewegt sich unter Windows 10 wie auf einem herkömmlichen Computer. Der Datenaustausch zwischen macOS und Windows ist hier allerdings umständlich. Windows wird als App emuliert – die Bedienung ist jedoch unter Windows wie gewohnt. Datenaustausch und Backup laufen wesentlich unkomplizierter ab.
Voraussetzungen Du benötigst nur einen Windows 10-Produktschlüssel. Neben einem Produktschlüssel für das Betriebssystem, benötigst du die Software Parallels.

Ein paar Unterschiede sind das schon, findest du nicht? Wir haben uns jedenfalls beide Installationsarten sowie deren Vor- und Nachteile angesehen und zeigen dir nachfolgend, wie du Windows auf dem Mac installieren kannst.

Mac oder Windows – das ist hier die Frage

Du kannst dich nicht entscheiden, ob Mac oder Windows? Dann stelle dir die Frage, was du mit Windows auf dem Mac anstellen möchtest. Soll es Gaming sein? Oder werden spezielle Programme benötigt, die viel Leistung benötigen? Dann setze auf Boot Camp.

Das ist von Apple bereits im macOS integriert und erlaubt dir, eine aktuelle Windows 10-Version auf einer Partition deiner Festplatte zu installieren. Auf deinem Mac sind dann zwei Betriebssysteme installiert. Beim Start deines Computers musst du dich dann entscheiden: Mac oder Windows.

Klingt erst einmal umständlich, aber wie wir bereits erwähnt haben, profitierst du bei dieser Variante von mehr Leistung. Denn: Windows 10 kann hier vollends auf die Hardware deines Macs zurückgreifen und das Maximum an Leistung nutzen. So klappt es auch mit dem Gaming. Und: Die Nutzung kostet dich keinen weiteren Cent.

Der Nachteil hierbei ist, dass die Kommunikation mit macOS mitunter schwierig sein kann. Dateien musst du zwischen beiden Systemen per USB-Wechselspeicher, Cloud oder Mail hin- und herschieben. Und wenn dir ein Backup wichtig ist – und das sollte es –, musst du dieses unter Windows selbst einrichten.

macOS oder Windows – so nutzt du Boot Camp

Also los, ran ans Eingemachte. So startest du die Expedition Windows auf dem Mac: Gehe zum Ordner Programme und anschließend in den Ordner Dienstprogramme. Hier findest du den Boot Camp-Assistenten.

Starte ihn und stecke einen USB-Speicher ein, wenn du dazu aufgefordert wirst. Auf diesem wird eine startfähige Windows-Installationsdatei erstellt. Alles was du dafür brauchst, ist ein USB-Laufwerk mit mindestens 16 GB Speicher und ein Windows 10-Installationsmedium wie eine DVD oder ein USB-Stick mit einer Image-Datei – die du beispielsweise von uns nach dem Kauf von Windows 10 per Mail zugeschickt bekommst.

Wichtig ist, dass du dir vorab Gedanken darüber machst, wie viel Speicherplatz du der Windows-Partition einräumen willst. Als Richtwert: Windows 10 belegt rund 20 Gigabyte. Wenn du dann noch ein paar Programme oder Spiele installieren willst, solltest du mehr Speicherplatz freigeben. Gerade Spiele können auch mal 100 Gigabyte Speicher verbraten. Achtung: Die Partitionsgröße kannst du später nicht mehr anpassen. Also gib lieber ein bisschen mehr Speicher frei als zu wenig. Apple empfiehlt übrigens mindestens 64 GB, besser sogar 128 Gigabyte an freiem Speicherplatz.

Nachdem du dich durch den Boot Camp-Assistenten gehangelt hast, wird der Mac neu gestartet. Wieder im Installationsprogramm angekommen, musst du die soeben erstellte Partition auswählen, um Windows auf dem Mac zu installieren. Vorsichtshalber rät Apple dazu, sämtliche, nicht benötigte externe Hardware während der Installation zu entfernen.

Nach der Windowsinstallation musst du noch ein paar Anweisungen befolgen, um Treiber zu installieren. Und schon bist du fertig, Windows ist auf dem Mac installiert.

Als Tipp: Dein Mac wird weiter mit macOS starten. Wenn du die Wahl haben willst, ob macOS oder Windows, halte beim Neustart die Wahl- oder Alt-Taste gedrückt. So entscheidest du, welches Betriebssystem es denn sein darf.

Windows auf dem Mac – mit Parallels einfach eingebettet

Die Installation mit Boot Camp ist einfach und kostenlos. Warum aber solltest du dann zu Parallels Desktop 15 greifen, um Windows auf dem Mac zu installieren? Immerhin kostet die Software ja ebenfalls.

Tatsächlich ist diese Frage nicht unbegründet. Und wenn du gerne zockst, wirst du mit Parallels vermutlich auch nicht glücklich. Es gibt aber dennoch eine Menge Gründe, warum Windows auf dem Mac mit Parallels seine Vorteile hat.

Da wäre zum Beispiel der Komfort. Einfach Windows als App starten, deine Arbeit erledigen, das Ergebnis per Drag and Drop ins macOS ziehen und dort deiner weiteren Arbeit nachgehen – das geht nur mit Parallels. Ebenfalls genial: Ein separates Backup kannst du dir sparen, das wird nämlich vom macOS übernommen.

Einige gute Gründe für Windows auf einem Mac

Und dann wären noch diese Gründe:

  • Mehr Vielfalt: Nicht nur Windows 10 kannst du unter Parallels laufen lassen. Auch Linux oder Googles Betriebssystem kannst du emulieren. Ja, auch Windows XP, falls du das wünschst. Allerdings: Wir raten davon ab, ein älteres Windows-Betriebssystem zu installieren. Entscheide dich lieber für Windows 10 – in unserem Windows 10-Versionen-Vergleich findest du auch schnell heraus, welche Variante besser zu dir passt.
  • Bessere Integration: Wir haben es schon erwähnt: Einfach Windows 10 als App zu starten, ist bei der Arbeit genial. Wenn das Programm nicht die volle Leistung deines Macs benötigt, kannst du so Windows 10 für ganz spezielle Programme nutzen und anschließend mit einem Tastendruck zu macOS zurückkehren – ohne Neustart.
  • Ideale Testumgebung: Parallels ist das ideale Tool für Entwicklungszwecke. Wenn du ein Programm geschrieben hast und sehen willst, wie es unter Windows oder Linux läuft, kannst du es einfacher gar nicht testen. Einfach die virtuelle Maschine am Mac anschmeißen und loslegen.

Parallels ist also für all jene interessant, die gerne vorrangig unter macOS arbeiten wollen und Windows auf dem Mac nur installieren, um einige wenige Aufgaben oder Programme auszulagern oder etwas unter anderen Umgebungen zu testen. Und selbst kleinere Spielchen als Zeitvertreib sind damit locker möglich.

Übrigens: Parallels Desktop 15 hat noch einige weitere Funktionen im Gepäck. Beispielsweise ist es mit Boot Camp kompatibel. Was das bedeutet? Du kannst deine ausgelagerte Windows-Installation nachträglich als virtuelle Maschine für Mac einrichten. Außerdem unterstützt es die Touch Bar bestimmter MacBook-Modelle – so kannst du dort Windows-Programme und weitere Tools ablegen, etwa um leicht Videos herunterzuladen oder Laufwerke zu bereinigen.

Und so installierst du Parallels, die virtuelle Maschine für den Mac

Was du vorab benötigst: Windows 10, klar. Es kann eine DVD sein oder ein USB-Stick mit den notwendigen Daten. Oder auch eine Imagedatei – wenn du Windows 10 in unserem lizengo-Shop gekauft hast, erhältst du eine Mail mit Produkt-Key und Installationsdatei.

Wenn du nun Parallels Desktop 15 öffnest, kannst du unter Datei – Neu auf den Punkt Windows oder ein anderes OS von DVD oder Imagedatei installieren klicken. Das Programm sollte automatisch deine Installationsdatei finden – falls nicht, kannst du diese auch manuell suchen.

Anschließend sind es nur noch wenige Schritte, um Windows auf dem Mac zu installieren:

  • Wähle die Express-Installation – das erspart dir später die nachträgliche Installation der Parallels-Tools per Hand.
  • Gib deinen primären Windows-Verwendungszweck an. Diese Angabe passt die Einstellungen an, damit du ein bestmögliches Erlebnis erhältst.
  • Wähle deinen Speicherort. Standardmäßig ist das der Ordner Dokumente – Parallels. Du kannst hier auch einstellen, ob andere Nutzende deines Macs auf Windows zugreifen können sollen.
  • Im Anschluss kannst du noch einige Einstellungen vor der Installation anpassen, etwa wie viel Arbeitsspeicher Windows beanspruchen darf. Wenn du dir noch nicht sicher bist: Diese Einstellungen kannst du auch nachträglich noch verändern.
  • Mit einem Klick auf Fortfahren wird dann Windows auf dem Mac installiert.

Und das war’s auch schon. Windows auf dem Mac kannst du dann durch ein Windows-Programm oder das Kontrollzentrum von Parallels starten. Beim ersten Start sollten sich dann noch die Parallels-Tools installieren, die eine bessere Kommunikation zwischen virtueller Maschine und Mac gewährleisten sollen.

Windows für den Mac – kein Problem, einfach loslegen

Windows auf dem Mac installieren? Gar kein Problem! Sowohl Boot Camp als auch Parallels bieten völlig unkomplizierte Lösungen – und auch noch zwei verschiedene Ansätze.

Du liebst Gaming oder brauchst die volle Power deines Macs für ganz spezielle Windows-Programme? Dann nutze Boot Camp, pack Windows auf den Mac und profitiere vom Microsoft-Betriebssystem.

Bist du hingegen in der Programmierung tätig oder benötigst nur selten Windows, weil du vollends zufrieden mit macOS bist? Dann installiere Windows für den Mac über Parallels.

Egal, was du aber machst: Nutze nach Möglichkeit Windows 10. Bei Boot Camp hast du gar keine andere Wahl, bei Parallels ginge in der Theorie sogar Windows XP. Warum du davon absehen solltest? Mit Windows holst du dir ein anderes Betriebssystem ins Haus – mit allen Vor- aber auch sämtlichen Nachteilen.

Und was hören Windows-Nutzende gerne aus dem Apple-Lager? Genau, Viren, Viren, nichts als Computerviren. Gut, so schlimm ist es bei Windows nun auch wieder nicht: Wer ein wenig umsichtig agiert und einen guten Virenschutz verwendet, braucht sich kaum Sorgen zu machen. Aber die Möglichkeit eines Virenbefalls kann gegeben sein, wenn du auf dem Mac Windows installierst. Und je älter das Windows-Betriebssystem, desto mehr Sicherheitslücken gibt es.

Wie aber geschrieben: Mit ein wenig Umsicht und einem Virenprogramm vermeidet man leicht sämtliche Viren – egal, ob auf macOS oder Windows. Und dann steht dem Vergnügen von Windows auf dem Mac nichts mehr im Wege. Für welche Variante entscheidest du dich?

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Last modified: 11. September 2020