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Written by 17:24 Alltag digital

Globalisierung, Klimawandel & Digitalisierung

„Die großen Megatrends unserer Zeit sind Digitalisierung, Globalisierung und Klimawandel.“

(BMU 2019c)[1]

Die Dringlichkeit einer zukunftsorientierten, dem Nachhaltigkeitsanspruch gerecht werdenden Digitalisierung hat die Bundesregierung längst erkannt. Es wurden verschiedene Leitfäden (s. „Handlungsfeld Digitalisierung“ im Klimaschutzprogramm 2030 der Bundesregierung)[2] und Projekte (s. bspw. das „IT2Green-Programm“ des BMWI)[3] entwickelt, die der Umsetzung einer sog. „grünen Digitalisierung“ dienen sollen. Doch wie hängen Globalisierung, Klimawandel und Digitalisierung eigentlich zusammen? Was verbirgt sich hinter Begriffen wie Green-IT, Blauer Engel, Ressourceneffizienz, ressourcenschonende Software oder Umweltmanagement?

Green-IT & Umweltschutz

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMIW) hat bereits im April 2014 einen Leitfaden[4] herausgebracht, der umfassende Informationen zum umweltfreundlichen Einsatz von Digitalisierung liefert. Im Folgenden wird ausgehend von dieser Publikation das Potenzial von Green-IT geschildert.

Zunächst gilt es zwischen zwei verschiedenen Ausrichtungen des Green-IT-Ansatzes zu unterscheiden: Zum einen kann der Einsatz von IT zu Energieeinsparungen beitragen und folglich der Umweltschonung dienen („Green durch IT“); zum anderen kann ein Umdenken in einem bestehenden IKT-System[5] zu einer „Reduktion des Energiebedarfs“ führen.[6] Letzteres ist das Hauptanliegen des vorerwähnten BMWI-Leitfadens. Hierfür ist ein richtiges „Umweltmanagement“ und die Entwicklung eines passenden, auf die jeweiligen „Softwarebedürfnisse“ abgestimmten „IKT-Konzepts“ erforderlich.[7] Die Grundidee dahinter ist, eine passgenaue IT-Ausstattung zu erzielen, die keine Einschnitte in Effizienz oder Nutzerkomfort erzeugt, jedoch jeglichen unnötigen Energieverbrauch vermeidet.[8] Dies erfolgt durch eine genaue Analyse der „arbeitsplatzspezifischen Anforderungen“ und die daraus resultierende Vermeidung von sog. „Überkapazitäten“ (s. Rechenleistung, Softwareausstattung). Aber auch die Favorisierung eines für die PCs richtig eingestellten Ruhezustandes, anstelle von mehr Stromverbrauch verursachenden Leerlaufzuständen (vgl. ebd., S. 13), sowie der vermehrte Einsatz von Notebooks statt Desktop PCs, oder der Einsatz von Clouds (statt lokalen Servern) stellen weitere Möglichkeiten dar, um durch die passgenaue IT-Ausstattung zur Ressourcenschonung beizutragen.

EU-Gesetzgebung und Politik denken Umwelt und Digitalisierung zusammen

In dem Zusammenhang wird der Druck durch die EU-Gesetzgebung erhöht: So regelt z. B. die seit Juli 2014 verbindliche Verordnung EU 617/2013 den maximal erlaubten Stromverbrauch im Ruhezustand für Desktop- und Notebook-Computer (vgl. ebd., S. 13). Auch die Bundesregierung hat auf der re:publica im Mai 2019 eine „umweltpolitische Digitalagenda“ vorgestellt und in zehn Thesen die Wichtigkeit der Digitalisierung in der Klimawandel-Umweltschutz-Debatte besonders hervorgehoben: „Wir denken Digitalisierung und Umwelt zusammen: jeder Algorithmus muss Umweltschutz eingepflanzt bekommen.“[9] Im darauffolgenden 2030-Klimaschutzprogramm (BMU 2019b) sind entsprechende „Handlungsfelder“ definiert: Die „übergreifenden Maßnahmen“ beinhalten unter dem Handlungsfeld „Klimaneutrale Bundesverwaltung bis 2030“ unter anderem die Aufgabe, „[b]estehende Klimaschutzziele im Projekt Green-IT Bund nach[zu]schärfen und aus[zu]bauen“ (S. 143 f.). In dem Zusammenhang wird die Bedeutung des von der Bundesregierung eingeführten Umweltzeichens „Blauer Engel“ in der IT-Branche nochmals verstärkt. Der Blaue Engel steht für Ressourceneffizienz in IKT und Rechenzentren: „Produkte und Dienstleistungen, die mit dem Blauen Engel ausgezeichnet werden, sind umweltfreundlicher als vergleichbare, konventionelle Produkte und Dienstleistungen“.[10] Nun sollen auch Kriterien für „ressourceneffiziente Software“ ausgearbeitet werden, um dem Blauen Engel „einen zweiten digitalen Flügel“ zu verleihen (BMU 2019a, S. 5). Die Umsetzung der in der 2030-Agenda definierten Ziele soll unter anderem durch die Einführung zusätzlicher 300 Umweltmanagementsysteme ermöglicht werden, die die Umsetzung koordinieren sollen (BMU 2019b, S. 139).

Besonders nennenswert sind auch die in der 2030-Agenda (BMU 2019b) erwähnten digitalen Arbeitsmodelle (ebd., S. 82 ff.): Hierunter fällt zum Beispiel die von der Bundesregierung angestrebte Reduzierung von Dienstreisen (ebd. S. 142) und die Förderung von Homeoffice (ebd., S. 83), um einen eigenen Beitrag zur Minderung von CO2-Emissionen zu leisten. Hierbei soll der Einsatz von IT-gestützten Alternativen (Videokonferenzen, Dienst-Notebooks für Homeoffice usw.) privilegiert werden (vgl. ebd.).

Green-IT-Konzept mit lizengo umsetzen

Auch wir setzen uns als Unternehmen stark dafür ein, unseren MitarbeiterInnen ein umweltfreundliches Arbeitsklima zu gewährleisten: lizengo stellt hohe Qualitätsansprüche an die IT-Ausstattung seiner Beschäftigten: Ressourcensparende Einstellungen der Desktop-Computer, aber auch die Dienstnotebook-Ausstattung von MitarbeiterInnen sorgen für eine ressourcenschonende Arbeitsweise vor Ort (Energieverbrauch). Die bestehenden flexiblen Arbeitszeit-Modelle mit integrierten Homeoffice-Konzepten wirken sich positiv auf die Minderung von CO2-Emissionen aus.

Gerne unterstützt Sie das lizengo-Team bei der Realisierung Ihres eigenen, auf Ihre Bedürfnisse abgestimmten Green-IT-Konzepts. Mit unserer Multimedia-Software können auch Sie Dienstreisen durch hochwertige Video-Konferenzen ersetzen. Gerne beraten wir Sie auch rund um die zur Umsetzung eines effizienten Homeoffice-Arbeitsmodells notwendigen Software-Produkte (Server, Betriebssysteme, MS-Office-Pakete u. a.).


[1] BMU 2019c = https://www.bmu.de/themen/nachhaltigkeit-internationales-digitalisierung/digitalisierung-und-umwelt/ [11.10.2019].
[2] BMU 2019b = https://www.bmu.de/fileadmin/Daten_BMU/Download_PDF/Klimaschutz/klimaschutzprogramm_2030_umsetzung_klimaschutzplan.pdf [11.10.2019].
[3] https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Publikationen/Digitale-Welt/it2green-energieeffiziente-ikt-in-der-praxis.pdf?__blob=publicationFile&v=9 [11.10.2019].
[4] „Energieeffiziente IKT in der Praxis. Planung und Umsetzung von Green IT Maßnahmen im Bereich von Büroarbeitsplätzen und Rechenzentren“ (https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Publikationen/Digitale-Welt/it2green-energieeffiziente-ikt-in-der-praxis.pdf?__blob=publicationFile&v=9 [11.10.2019]).
[5] IKT = „Informations- und Kommunikationstechnik“ (vgl. BMU 2019b, S. 4).
[6] Vgl. ebd., S. 5.
[7] Vgl. ebd. S. 10.
[8] Vgl. ebd., S. 6–10.
[9] BMU 2019 = https://www.bmu.de/fileadmin/Daten_BMU/Download_PDF/Nachhaltige_Entwicklung/eckpunktepapier_digitalisierung_bf.pdf [11.10.2019].
[10] Siehe dazu: https://www.blauer-engel.de/de.

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Last modified: 7. April 2020