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Written by 10:00 Alltag digital

Cloud Gaming-Anbieter – bieten sie die Zukunft des Spielens?

Clouds sind nicht nur zum Arbeiten oder Speichern von Daten gedacht – das zeigt sich am immer stärkeren Zuwachs der Cloud Gaming-Anbieter. Doch was genau ist Cloud Gaming eigentlich? Und wie startest du beim Game Streaming voll durch? Wir zeigen dir, wie du Spiele streamen und die neuesten Blockbuster des Gamings auf Smartphone und Co. genießen kannst!

Welche Cloud Gaming-Anbieter gibt es?

Doch bevor wir tiefer eintauchen und die Vorzüge, Probleme und Möglichkeiten angehen, stellt sich natürlich erst einmal die Frage: Welche Cloud Gaming-Anbieter gibt es überhaupt?

Und da hat sich tatsächlich in der letzten Zeit einiges getan. Hier nur einige der größeren Anbieter:

  • Google Stadia
  • Nvidia GeForce Now
  • Shadow
  • Microsoft Project xCloud
  • Sony PS Now

Die Angebote der verschiedenen Cloud Gaming-Anbieter sind jedoch sehr unterschiedlich. Doch dazu später mehr…

Cloud Gaming – was ist das eigentlich und warum reden alle darüber?

Immer langsam mit den jungen Pferden – und das trifft bei Cloud Gaming-Anbietern definitiv zu. Erst im November startet Google mit dem eigenen Streamingdienst für Spiele, Google Stadia, voll durch. Google? Ganz recht. Und dass sich die Suchmaschinengröße am Cloud Gaming ausprobiert, ist schon Signal genug. Das muss was Großes sein! Dazu passen auch Zahlen, die davon ausgehen, dass die Ausgaben allein fürs Cloud Gaming in den nächsten Jahren immer höher ausfallen.

Ein weiteres Beispiel für die Bedeutung gefällig? Phil Spencer, immerhin Chef der microsofteigenen Gaming-Sparte Xbox, verriet in einem Interview, dass fortan nicht Nintendo oder gar Sony die Hauptkonkurrenz seien. Vielmehr sehe er Amazon und Google mit ihren performanten Cloud-Netzwerken als ernstzunehmende Mitbewerberinnen und Mitbewerber, wenn es darum ginge, Gaming für 7 Milliarden Menschen auf der ganzen Welt zugänglich zu machen.

Kein Wunder also, dass immer mehr Firmen darauf drängen, selbst zum Cloud Gaming-Anbieter zu werden. Der Kern der Aussage ist nämlich klar: Es geht darum, sich rechtzeitig ein Kuchenstück zu sichern, bevor sämtliche weg sind. Gemeint sind damit die potenziellen Spielerinnen und Spieler. Und zwar die, die man mit herkömmlichen Gaming-Gerätschaften wie PCs oder Konsolen eben nicht erreicht.

Aber was ist es denn nun genau dieses Cloud Gaming?

Videospiele streamen leicht gemacht – mit der Cloud

Cloud Gaming macht aus deinem Handy ein Gaming-Smartphone. Und damit meinen wir nicht kleine Titel wie Candy Crush oder Plants vs. Zombies, wir meinen echtes mobiles Gaming, mit umwerfenden Grafiken, hochaufgelösten Texturen und schnellen Framerates. Red Dead Redemption 2 zum Beispiel. Cloud Gaming revolutioniert mobiles Gaming – ermöglicht es aber auch allen Gamerinnen und Gamern, die nur über schwache PCs oder Notebooks verfügen.

Doch wie geht das? Wie funktioniert Cloud Gaming?

Was viele Cloud Gaming-Anbieter – auf die Unterschiede kommen wir gleich noch zu sprechen – bieten, ist die Auslagerung der rechenintensiven Operationen in die Cloud. Hardwareintensive Grafik- und Prozessberechnungen finden außerhalb der eigenen Technik statt, in gigantischen Serverfarmen.

Stell dir einfach richtig leistungsstarke PCs oder Konsolen vor, die irgendwo auf der Welt stehen. Diese führen dein gewünschtes Spiel aus und zeigen dir, per Internetverbindung, eine Art interaktives Video auf deinem Gerät an. Drückst du dann einen Knopf, wird das registriert, nahezu in Echtzeit an den Cloud-Computer übermittelt und der führt deine Befehle aus.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Selbst neueste, sogenannte AAA-Spiele (gesprochen Triple A, eine Art Klassifikationssystem fĂĽr Videospiele) sind auf vermeintlich schwacher Hardware wie einem Smartphone oder Tablet mit Controller spielbar. Alles was es braucht ist das Internet. Und ĂĽblicherweise ein Abo bei einem Cloud Gaming-Anbieter.

Spiele streamen können alle – solange Internet verfügbar ist

Rufen wir uns die Aussage der Xbox-Leitung wieder ins Gedächtnis. Demnach sieht man beim Cloud Gaming die Chance, viel mehr Gamerinnen und Gamer zu erreichen, als es mit herkömmlichen Spielekonsolen oder PCs möglich wäre.

Wie viel Wahrheit steckt in der Aussage? Wir denken: Eine ganze Menge. Klar, nicht jede Person, die ein Smartphone mit einem Controller verbindet und über Internet verfügt, wird gleich wie verrückt Spiele streamen. Aber die Möglichkeiten sind enorm. Denn: Rund die Hälfte der Weltbevölkerung nutzt das Internet, im Jahre 2016 waren es rund 3,4 Milliarden Menschen! Zum Vergleich: Die bislang erfolgreichste Konsole, die PlayStation 2, verkaufte sich laut statista rund 158 Millionen Mal.

Richtig interessant wird es, wenn man sich vermeintlich ärmere Länder wie Indien oder Brasilien anschaut. Gerade in letzterem ist die Gaming-Szene am Boomen. Doch die Preise fĂĽr aktuelle Spielkonsolen sind so hoch, dass noch vor wenigen Jahren Konsolen ĂĽber die Ladentheke wanderten, die ursprĂĽnglich 1989 herauskamen. Aktuelle Videospielkonsolen oder PCs können sich viele nicht leisten – Internet jedoch schon. SchlieĂźlich nutzten 66,4 % der Bevölkerung Brasiliens im Jahre 2016 das Internet. Das entspricht knapp 140 Millionen Nutzerinnen und Nutzern. Und all diese Menschen könnten Spiele streamen und Cloud Gaming-Services abonnieren. Verlockend, oder nicht?

Cloud Gaming-Service – eine Frage des Preises und Geschmacks

Jetzt, wo klar ist, was Cloud Gaming bieten kann, wird es Zeit, sich näher mit den Cloud Gaming-Anbietern auseinander zu setzen. Und auch wenn es bereits eine Menge Anbieter gibt: viele stecken noch immer in den Kinderschuhen oder befinden sich im Aufbau. Wenn du Spiele streamen möchtest, musst du jedoch zwischen zwei Arten von Angeboten entscheiden:

  • Eigenständige Dienste
  • Erweiternde Angebote

Was wir damit genau meinen? Finde es heraus:

Cloud Gaming-Anbieter mit eigenen Diensten

Google, Microsoft und Sony eint beim Cloud Gaming die Tatsache, dass sie auf eigene Systeme setzen. Bei Google Stadia musst du dabei die Spiele in deren Ökosystem erwerben, um sie zukünftig nutzen zu können.

Anders als beim Video- oder Musikstreaming, erwirbst du bei den Cloud Streaming-Services pauschal keine umfassende Spielebibliothek, auf deren Inhalte du mit dem Abonnement zurĂĽckgreifen kannst.

Bei Google Stadia ist es möglich, ein Abo für rund 10 Euro im Monat abzuschließen, um Spiele über die Cloud zu streamen. Zwar werden einem gelegentlich auch Spiele geschenkt, den Großteil musst du jedoch separat erwerben. Eine Basis-Version von Stadia steht ebenfalls zur Verfügung: Diese ist kostenlos, reduziert die Auflösung jedoch auf 1080p und bietet weder kostenlose Spiele noch spezielle Spiele-Angebote an.

Spielestreaming bei den Konsolengrößen

Sony und Microsoft koppeln ihr Cloud Gaming-Angebot an die eigenen Dienste. Bei PlayStation Now von Sony hat man Zugriff auf ĂĽber 650 Spiele, die im Abonnement-Preis von rund 10 Euro im Monat bereits enthalten sind. Gespielt werden kann dabei auf der PlayStation 4 und auf dem PC.

Microsoft befindet sich mit dem eigenen Dienst Project xCloud noch in einer Testphase. Bisher können Nutzende nur in wenigen Ländern auf den Katalog zugreifen. Ab Mitte September wird es dann für alle Interessierten zur Verfügung stehen. Gekoppelt ist das Angebot an den Xbox Game Pass Ultimate, der dir auch eine Bibliothek aus über 100 Spielen zur Verfügung stellt, die du auf dem PC oder der Xbox nutzen kannst – fernab vom Streaming. xCloud macht dein Handy dabei zum Gaming-Smartphone. Die Möglichkeit, Spiele auf den PC zu streamen, wird derzeit scheinbar getestet. Allerdings solltest du bei Interesse vorab Windows 10 kaufen, denn das wird sicher Voraussetzung sein, um auf das Game Streaming zurückgreifen zu können.

Nicht zu verwechseln ist der Dienst übrigens mit dem Xbox Console Streaming, das es derzeit als Preview ebenfalls in Deutschland gibt – hierbei streamt man die eigenen Spiele von der Xbox auf das Smartphone mit einem Controller. Mit der Cloud hat letzteres jedoch nichts zu tun.

Game Streaming
Die Cloud Gaming-Anbieter machen dein Handy zum Gaming-Smartphone – mit Game Streaming ist nahezu jedes Spiel möglich!

GeForce Now nimmt die Ăśbermittelrolle ein

Wenn es ums Cloud Gaming geht, müssen es jedoch nicht immer eigene Dienste oder Plattformen sein, wie Shadow oder auch GeForce Now beweisen. Wobei man hier strenggenommen auch von Plattformen sprechen sollte. Diese Cloud-Dienst-Anbieter setzen jedoch nicht voraus, dass du Spiele erneut erwerben musst – sofern du bereits PC-Gamerin oder -Gamer sein solltest.

Bei dieser Art des Cloud Gamings wird dir eine virtuelle Maschine zur Verfügung gestellt. Diese liegt auf einem Server und verhält sich wie der heimische PC. Du hat also eine ganz normale Windows-Oberfläche, von der aus du Gaming-Dienste wie Steam oder den Epic Games Launcher starten und auf deine eigene Spielebibliothek zugreifen kannst.

Für den Zugriff bzw. die Finanzierung der Server nehmen natürlich auch diese Cloud Gaming-Services Geld. GeForce Now bietet dabei jedoch auch eine kostenlose Mitgliedschaft – die Gaming-Sitzungen auf eine Stunde beschränkt. Für nur 5,50 € im Monat bekommst du dort das komplette Paket mit bis zu sechsstündigen Sessions und Technikspielereien wie Raytracing. Allerdings dann nur mit Full-HD-Auflösung und maximal 60 fps. Performanter ist da Shadow, bei dem die Preise jedoch erst ab rund 15 Euro im Monat beginnen.

Solltest du bereits eine gewisse Spielebibliothek aufgebaut haben, könntest du mit dieser Streaming-Lösung durchaus gute Erfahrungen mit dem Cloud Gaming machen. Wenn da nur nicht die veröffentlichenden Unternehmen sowie Entwicklerinnen und Entwickler wären…

Das Game Streaming hat auch seine Schattenseiten

Wenn du in einschlägigen Foren oder auf Websites unterwegs bist, wirst du sicher bemerken, dass sich nicht nur Nutzerinnen und Nutzer genervt zeigen und sich oftmals negativ über Cloud Gaming-Anbieter äußern. Auch Entwicklerinnen und Entwickler und selbst die großen Spielefirmen äußern ihre Bedenken – oder sorgen mit ihren Aktionen für noch größeren Unmut bei den Gamerinnen und Gamern.

Google Stadia ist beispielsweise unbeliebt, weil… nun ja, weil es eben Google ist. Und es sich Game Streaming handelt, dem ebenfalls viele Spielerinnen und Spieler von Grund auf skeptisch gegenüberstehen.

Den Game Streaming-Dienst GeForce Now trifft es härter von der Unternehmensseite. Einzelne Firmen untersagten nämlich die Nutzung ihrer Spiele. Gerade die sehr beliebten Titel groĂźer Schmieden wie Activision-Blizzard, Bethesda oder der Microsoft Game Studios wurden von dem Dienst ausgeschlossen. Auch 2K Games, die sich fĂĽr Spiele wie Borderlands oder BioShock verantwortlich zeigen, zogen ihre Titel zurĂĽck.

Die Gründe dafür können zwar nur vermutet werden, sind aber eigentlich offensichtlich: Weitere Einnahmen generiert man so nicht. Es ist für die Unternehmen schlichtweg lukrativer, etwas Aufwand in bereits existierende Spiele zu stecken und diese dann zum Vollpreis über Cloud Gaming-Anbieter wie Google Stadia anzubieten. Wer die Spiele bereits besitzt, aber gerne in den Genuss des Immer-und-Überall-Gamings kommen will, muss zwangsläufig erneut in die Tasche greifen – und spült somit neues Geld in die Kassen.

Es ist auch eine Frage des Nutzungsrechts. Wer sein Spiel auf Steam kauft, hat grundsätzlich das Recht, es auf dem eigenen PC auszuführen. Wenn das Spiel jedoch ausgelagert wird, wie im Fall von GeForce Now, läuft es über einen anderen Dienst, der zudem in einer gewissen Art und Weise damit wirbt, dass das Spiel auf deren Plattform läuft. Und das passt eben vielen Gaming-Unternehmen nicht.

Die Unterschiede der Cloud Gaming-Anbieter GeForce Now und Shadow

Jetzt könnte natürlich der Einwand kommen: Und was ist dann mit Shadow? Schließlich haben wir doch gerade auf die Ähnlichkeiten der beiden Dienste hingewiesen. Es handelt sich im Grunde bei beiden Game Streaming-Diensten um die Bereitstellung einer virtuellen Maschine, die die Berechnung des Spieles übernimmt und über das Internet per Stream an dich weitergibt.

Der Unterschied liegt jedoch im Detail:

Shadow stellt wirklich nur eine virtuelle Maschine zur Verfügung, auf der du als Nutzerin oder Nutzer machen kannst, was du möchtest:

  • Spiele spielen
  • arbeiten
  • Videos schneiden
  • etc.

Bei GeForce Now handelt es sich hingegen um eine kommerzielle Plattform im Gewand einer virtuellen Maschine:

  • Diese wirbt explizit mit Spielen und ist auf das Gaming zugeschnitten.
  • FĂĽr die Unternehmen ist es daher ein Leichtes, dies aufgrund ihrer Nutzungsvereinbarungen zu unterbinden.

In der Regel erwirbst du also nur ein Nutzungsrecht und kein Produkt. Und dieses kann unter anderem untersagen, dass das Spiel auf einem anderen System oder per Game Streaming genutzt wird. In diesem Hinblick wäre Shadow ebenfalls nicht zulässig – den Spielerinnen und Spielern hier jedoch eine Verletzung der Nutzungsvereinbarung nachzuweisen, dürfte so schwierig und langwierig sein, dass sich eine Verfolgung nicht lohnen dürfte. Mal abgesehen davon, dass man sich viel Unmut ins Haus holen würde. Da ist der Ausstieg aus GeForce Now ohne konkrete Angabe von Gründen durchaus subtiler.

Spiele streamen mit Google Stadia – wenn es sich lohnt

Ein anderes Problem stellt die Plattform Google Stadia an sich dar. Hier berichten Entwicklerinnen und Entwickler davon, dass sich eine Entwicklung finanziell nicht lohnen würde – schließlich stellt Google Stadia eine eigene Plattform dar, folglich müssen Anpassungen an Spielen vorgenommen werden. Die Kosten im Verhältnis zu den Einnahmen lohnen sich schlicht nicht.

Zum einen könnte es dazu führen, dass gerade kleinere Studios und deren Spiele von Stadia fernbleiben. Zum anderen dürfte der Umfang an Titeln so immer hinter Vertriebsplattformen wie Steam oder dem Epic Games Store (letzterer lockt geradezu mit hohen Summen für Exklusivspiele) zurückbleiben.

Das Neuland Internet vs. Game Streaming

Auch wenn es streckenweise mit dem Breitbandausbau vorangeht – so wirklich gut vernetzt ist Deutschland noch lange nicht. Und auch in anderen Ländern dieser Erde könnte es ähnlich aussehen. Das Internet ist zudem immer Schwankungen ausgesetzt – Lastspitzen drücken die Geschwindigkeiten, Fehler beim Netzbetreiber führen zu Ausfällen und so weiter.

Spiele zu streamen, ist jedoch auf zuverlässige und vor allem schnelle Internetleitungen angewiesen. Je aufwendiger das Spiel, je imposanter die Grafik, je höher die Auflösung, desto mehr Daten wollen verschickt und verarbeitet werden. Bei Google Stadia wird für eine 4K-Gamingexperience beispielsweise eine Bandbreite von rund 35 Mbit/s empfohlen.

Im Endeffekt bedeutet ein Internetausfall Game Over. Klar, es gibt auch „klassische“ Spiele, die auf das Internet angewiesen sind – doch ein Großteil der Games auf PC und Konsolen lässt sich wunderbar auch offline betreiben.

Das Problem mit dem Lag beim Cloud Gaming

Doch selbst wenn die Internetleitung stimmt, kommt es zu Verzögerungen der Eingabe, dem sogenannten Input Lag. Verschiedene Faktoren, etwa der Standort des Servers, spielen hier eine Rolle. Dabei zeigt sich, dass der Tastendruck bei Google Stadia im Vergleich zu einem normalen PC erst nach der doppelten Zeit registriert wird.

Was bei Spielen wie Tomb Raider nicht sonderlich wichtig ist, entpuppt sich bei reaktionsschnellen Games wie Shootern oder Rennspielen zu einem echten Problem. Wenn auch nicht für die Gelegenheitsspielenden, dann spätestens für die Hardcore-Zockerinnen und -zocker. Im eSport Spiele streamen? Darüber braucht man bei der jetzigen Ausgangslage überhaupt nicht nachzudenken. Dabei ist gerade der eSport am Boomen und wird auch in Zukunft immer wichtiger werden.

Ist das Spielestreaming also nur fauler Zauber?

Ganz sicher nicht. Wie bei allen neu eingefĂĽhrten Technologien, leidet das Game Streaming einfach unter Kinderkrankheiten, die es mit der Zeit auszumerzen gilt. Denn: Nur weil es zum derzeitigen Stand vielleicht noch nicht ideal umsetzbar scheint, muss das nicht in Zukunft ebenfalls so sein.

Das Spielestreaming Massen erreichen kann, die zum jetzigen Stand keine finanziellen Möglichkeiten haben, aktuelle Videospiele zu zocken, ist jedoch ganz sicher. Dabei muss man sich auch vor Augen führen, dass Diskussionen über

  • Lag
  • Grafikdetails
  • Auflösungen

ein Luxusproblem darstellen und die Punkte nur bei verwöhnten Augen auf wenig Gegenliebe stoßen.

Einzig die Richtung, die das Gaming in der Cloud nehmen wird, bleibt ungewiss. Ob sich die Spielefirmen zunehmend mit Cloud Gaming-Anbietern zugunsten der Gamerschaft einigen können? Oder droht uns ein Flickenteppich aus Streamingdiensten, der sich bereits im Videostreaming-Markt abzeichnet? Das bleibt abzuwarten.

Auch Preise dürften über Sieg oder Niederlage entscheiden. Wer monatliche Kosten an die Userinnen und User überträgt und zusätzlich deftige Preise für Spiele verlangt, wird es – gerade mit Blick auf die noch unerschlossenen Märkte – schwer haben. Hast du schon einen der Cloud Gaming-Anbieter ausprobiert? Wir selbst konnten Hand an die Beta von xCloud legen und sind angetan und gespannt, was die Zukunft in diesem Sektor noch so bereithält.

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Last modified: 31. August 2020